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Unsere beliebtesten Trachtenschuhe

 

Füssen in schwarz ist der klassische Haferl-Trachtenschuh - einfach, schlicht und schön. Mit Vierloch-Seitenschnürung und aus bestem Rindleder.
159,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Garmisch orientiert sich mit seiner Vier-Lochschnürung und Ledersohle am 200-jährigen Urtyp des Haferlschuhs - ein Trachtenschuh für Liebhaber und Volkstänzer.
179,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Pfronten ist unser Trachten-schuh in Überweite für -;g'schtandene Mannsbilder- . Die typische Seitenschnürung und beste Materialien machen ihn zum Original.
159,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Dieser Musikanten-Schuh mit traditioneller Schließe und Haferllasche ist typisch für Trachten- und Volksfest-kapellen - oft gesehen auf der Münchner Wiesn.
189,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Bestes Rindleder in schwarz, Hakenschnürung und robuste Profilsohle - das macht diesen Haferlschuh so beliebt - natürlich hochwertig zwiegenäht.
169,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Eleganter, schwarzer Trachtenschuh mit dünner Ledersohle, damit's beim Platteln besonders schön knallt - für Plattler und leidenschaftliche Tänzer.
149,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Der Kindler Plattler mit robuster Thunitsohle ist ein wunderschöner, schwarzer Trachtenschuh für fesche Lausbuben.
109,00 €
Inkl. 19% MwSt.
schwarz
Füssen in olivgrünem Velourleder passt besonders gut zu hellen Lederhosen. Mit Vierloch-Seitenschnürung wird er noch handwerklich gefertigt wie anno dazumal.
159,00 €
Inkl. 19% MwSt.
oliv
 

Trachtenschuhe

Ganz egal, ob Dirndl, Lederhosen oder eine andere Tracht - erst die richtigen Trachtenschuhe machen das Outfit wirklich komplett. Woher die Trachtenschuhe kommen, auf was es beim Kauf zu achten gilt und warum Trachtenschuhe so wichtig sind, erfahren Sie hier:

Trachtenschuhe - warum braucht man sie?

Die meisten Kulturen besitzen eine eigene Tracht, mit der lange Traditionen verknüpft sind. Das Aussehen dieser Trachten unterscheidet sich sehr stark, besonders im Hinblick auf Materialien, Machart, Accessoires und Farben. Demensprechend haben oft gerade auch Schuhe eine lange Tradition als Teil der Tracht.

In Deutschland, Österreich, Schweiz und Norditalien sind die Trachtenschuhe durch die alpenländische Tradition geprägt. Der Begriff Trachtenschuhe sagt aber nicht automatisch aus, dass es sich um klassische Trachten aus den Alpen handelt: Auch Römersandalen oder Espadrilles können zu Trachtenschuhen gehören - hier kommt es ganz auf die jeweilige Kultur an. An dieser Stelle beschränken wir uns aber auf Trachtenschuhe aus dem Alpenland.

Trachtenschuhe für Buam – Trachtenschuhe

Am Anfang war der Haferschuh

Trachtenschuhe für Herren sind eine Weiterentwicklung der bereits 1803 erfundenen Haferlschuhe. Damals ließ sich der bayerische Schuhmacher namens Franz Schratt von den Gamsen in den Allgäuer Alpen inspirieren und konstruierte einen neuartigen Schuh:

Das Oberteil war nur aus einem Stück Leder gefertigt so dass weniger Nähte aufgehen konnten. Die Ledersohle wurde mit Eisenbeschlägen versehen um besseren Halt auf rutschigem Untergrund zu bieten. Die Form war schlicht und gleichzeitig so konstruiert, dass der Schuh viel Raum für die Zehen bot, einen guten Fersensitz hatte und die Füße durch eine Staublasche vor Nässe und Staub geschützt war. Mit einem Wort: Der neue Haferlschuh war seinen Vorgängern um Welten überlegen und setzte sich sehr schnell als robuster Begleiter der Bauern, Bergbauern und Jägern zur zünftigen Lederhose durch. Man könnten Ihn fast als Urgroßvater der heutigen Trekkingschuhe bezeichnen.

Aus dem Haferlschuh wird der Trachtenschuh

Rasend schnell breiten sich die neuen Haferlschuhe über die Grenzen Bayerns und Österreich hinaus aus und eroberten teilweise sogar die Königshöfe europäischer Metropolen. In Österreich wird der Haferlschuh übrigens auch oft Schützenschuh, mancherorts auch Bundschuh genannt. Mit der Zeit entwickelten sich aus den Haferlschuhen feinere Varianten, die oft beim sonntäglichen Kirchenbesuch, bei Hochzeiten oder zum Tanzen getragen wurden. In dieser feineren Version fanden die Haferlschuhe dann als Trachtenschuhe Einzug in diejenige Tracht, die ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert definiert wurde. Zu dieser Zeit wurden nämlich vor allem in Süddeutschland und Österreich die ersten Trachtenverbände gegründet.

Meist sind diese Trachtenschuhe aus schwarzem Oberleder, seltener auch in braun. Besonders bei der Schnürung gibt es regionale Unterschiede: so nutzen einige Trachtenvereine noch die Haferschuh-typische Vierloch-Schnürung, während die Vereine in anderen Gegenden wie z.B. dem bayerischen Chiemgau oft schwarze Trachtenschuhe mit Hakenschnürung bevorzugen. Wieder andere nutzen Trachtenschuhe mit einer großen Schnalle – diese Variante wird oft auch als „Musikanten-Schuh“ bezeichnet.

Trachtenschuhe für Dirndl – Damen Trachtenschuhe

Es war einmal der Damen-Haferlschuh

Tracht war ursprünglich der Begriff für getragene Kleidung, das heißt die heutigen Trachten entwickelten sich aus der Alltagskleidung der Menschen. Früher unterschieden sich wohl daher die Schuhe von Männern und Frauen bei der arbeitenden Bevölkerung nicht sehr stark. Denn auch Frauen mussten draußen auf dem Feld arbeiten und brauchen robuste Schuhe. Daher sind die ältesten Trachtenschuhe für Damen wohl ähnlich denen der Männer, nämlich Haferlschuhe, die mit der Zeit immer feiner wurden. Diese Art der Trachtenschuhe für Damen findet sich heute nur noch selten obwohl sie traditionsreich ist.

Von Spangen- und Schnür-Trachtenschuhen für Damen

Sehr viel gebräuchlicher sind heute zum Dirndl sogenannte Spangenschuhe. Das sind Ballerina oder Pumps die einen mehr oder weniger dicken Lederriemen mit einer Spange (Schnalle) aufweisen. Bei den Spangen gibt es unterschiedlichste Ausprägungen und Muster. Auch Trachten-Schnürschuhe sind je nach Region anzutreffen. Die Entwicklung vom Damen-Haferlschuh zum feinen Damen-Trachtenschuh ist einfach zu verstehen. Im Lauf der Zeit stieg der Lebensstandard der Menschen und Frau konnte sich neben dem Paar Arbeitsschuhen auch noch feinere und vor allem leichtere Schuhe leisten, die zum Tanzen und Feiern sehr viel geeigneter waren.

Typische Materialien und Macharten

Damals wie heute zeichnen sich gute Trachtenschuhe durch die Qualität der Materialien und die Machart aus. Das offensichtlichste eines Schuhs ist neben der Form vor allem das Oberleder. Hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Wir bei Goiser setzen für unsere Trachtenschuhe nur hochwertige Kalb- und Rindleder ein, die in Europa gegerbt sind. Bei der Machart der Schuhe unterscheidet man bei Trachtenschuhen vor allem zwischen „genäht“ und „geklebt“. Traditionelle Trachtenschuhe wurden und werden bis heute oft zwiegenäht, eine Machart, die der Trachtenschuh von seinem Vorgänger dem Haferlschuh geerbt hat. Feine Damen-Trachtenschuhe und Herren-Plattlerschuhe werden im besten Fall in hochwertiger AGO-Machart gefertigt, leider heutzutage oft auch nur billigst angespritzt oder anvulkanisert. Wir bei Goiser fertigen unsere Trachtenschuhe überwiegend in handwerklich zwiegenähter Machart in unserer eigenen Manufaktur.

Auf was Sie beim Kauf achten sollten

Goiser, Original Haferl, Meindl, Stockerpoint, Dirndl + Bua, und Spieth &Wensky – egal für welche Marke sie sich entscheiden, es gibt einige Aspekte, die sie beim Kauf beachten sollten:

Beim Kauf von Trachtenschuhe gilt zunächst das gleiche wie bei allen Schuhen – sie müssen gut passen, sowohl von der Größe als auch von der Form. Wir bei Goiser verwenden Leisten die sich seit vielen Jahrzehnten tausendfach mit Ihrer hervorragenden Passform bewährt haben.

Bei der Machart von Herren-Trachtenschuhe gelten genähte, insbesondere zwiegenähte Trachtenschuhe als die stabilsten und hochwertigsten. Leider bieten viele Hersteller heute keine Schuhe mehr in dieser Machart an. Am besten Sie Fragen bei Ihrem Händler nach oder recherchieren auf der Website der Hersteller.

Beim Obermaterial sollte es sich um hochwertiges Kalb-, oder Rindleder handeln. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, sollte außerdem darauf achten, dass dieses Leder zumindest nach den in Europa geltenden Anforderungen gegerbt wurde. Beim Innenfutter sollte es sich um feines Kalbleder handeln, dessen Poren nicht zu stark durch Farbe verschlossen sind. Offenporiges Futterleder ist saugfähig und garantiert ein gutes Fußklima.

Bei den Sohlen kommt es auf die Anlässe an, zu denen die Trachtenschuhe getragen werden sollen. Ledersohlen aus vegetabil grubengegerbtem Rindleder eigenen sich vor allem zum Tanzen. Robuster sind Gummiprofilsohlen für lange Trachtenumzüge und schlechtes Wetter.

Auf jeden Fall lohnt es sich hochwertige Trachtenschuhe zu kaufen – schließlich sehen diese besser aus, haben einen höheren Tragekomfort und halten länger. Unsere Trachtenschuhe in zwiegenähter Machart können bei Bedarf neu besohlt werden und liefern dabei einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Zu welchen Anlässen passen Trachtenschuhe?

Die Anlässe, zu denen Trachtenschuhe getragen werden können sind vielfältig: Traditionell wurden und werden Trachtenschuhe in Kombination mit Dirndl und Lederhose oder Trachtenanzug zu festlichen Anlässen getragen: ob zu Familienfeiern, Hochzeiten, Trachten- und Volksfesten – hochwertige Trachtenschuhe zeichnen seinen Träger als Kenner aus.

Wenn man sich vor Augen führt, dass die Trachten aus der „normalen Alltagskleidung“ entstanden sind, so gehören hochwertige Trachtenschuhe aber genauso in den heutigen Alltag. Als „Cross-over“ passen so z.B. schwarze Haferl-Trachtenschuhe genauso gut zum schwarzen Anzug wie zur lässigen Jeans. Nur zu billiger und geschmackloser Mode passen Sie nicht – dafür sind sie einfach zu schade.